Bei VDA Plant steht Nachhaltigkeit schon seit Jahren ganz oben auf der Agenda. Da die Zierpflanzenbranche heutzutage im kritischen Blick der Öffentlichkeit steht, hat sich das Unternehmen bewusst für Offenheit und verantwortungsbewusstes Handeln entschieden. Eines der stärksten Instrumente, die dabei zum Einsatz kommen, ist der HortiFootprint Calculator, der von MPS und LetsGrow.com entwickelt wurde. Mithilfe dieses Tools kann das Unternehmen die Umweltauswirkungen seiner Betriebsführung und seiner Produkte exakt erfassen. „Wir wollen nicht hinterherhinken, sondern eine Vorreiterrolle in Bezug auf die Transparenz unseres Unternehmens einnehmen“, betont Inhaber John van den Akker. „Aus diesem Grund sind wir schon zu einem frühen Zeitpunkt eingestiegen.“

Was mit einem allgemeinen ökologischen Fußabdruck auf Unternehmensniveau begann, hat sich zu einem Tool entwickelt, das detaillierte Einblicke pro Produkt und perspektivisch sogar für jede Topfgröße ermöglicht. „Der Einzelhandel will wissen, welche ökologischen Auswirkungen ein ganz bestimmter Topf hat“, erklärt Nachhaltigkeitsberater Ronald van Marrewijk. „Ein größerer Topf enthält beispielsweise mehr Substrat und hat daher auch einen höheren Fußabdruck. Der HortiFootprint Calculator macht dies transparent.“

William Fransen

Der HortiFootprint Calculator liefert ein klares Bild: Er berechnet unter anderem die CO₂-Emissionen sowie die Auswirkungen des Verbrauchs von Energie, Wasser und Düngemitteln. Die ermittelten Werte bilden somit eine solide Basis für Kundengespräche. „Damit können Diskussionen faktenbasiert geführt werden und Entscheidungen mit beeinflussen“, ergänzt William Fransen, verantwortlich für den Vertrieb. „Der HortiFootprint Calculator macht den Unterschied zwischen Gefühl und Fakten.“

Gas, Substrat und der Druck des Marktes
Bei den Kultursubstraten ist man in puncto Nachhaltigkeit inzwischen auf einem guten Weg, auch wenn die Kosten eine Herausforderung bleiben. „Wir wollen nicht mehr verdienen, nur weil wir nachhaltig arbeiten“, sagt Van den Akker. „Aber es darf uns auch nicht schaden.“ Beim Energieträger Gas bleibt es schwierig: Eine vollständige Umstellung auf nachhaltige Energiequellen ist äußerst kostspielig und es ist schwer, damit wettbewerbsfähig zu bleiben. „Hinzu kommt, dass man die Produkte nicht einfach miteinander vergleichen kann“, betont Fransen. „Eine Orchidee hat ein völlig anderes Energieprofil als eine Gartenpflanze. Der HFC hilft uns dabei, Äpfel mit Äpfeln zu vergleichen.“

Kompetenz und Unterstützung: Zusammenarbeit mit MPS
Das Team nimmt seit Jahren an den MPS-Programmen teil und verfügt über Zertifikate wie MPS-ABC, MPS-GAP und MPS-SQ. Der Umstieg auf den HortiFootprint Calculator hat sich aus den Kundenanforderungen des Einzelhandels ergeben. Dieser ist oft Vorreiter und verlangt daher Einblick in das Tun seiner Lieferanten. Inzwischen ist VDA Plant von der Ermittlung des Unternehmens-Footprints zur Berechnung des Produkt-Footprints übergegangen, so dass dem Betrieb noch spezifischere Zahlen zur Verfügung stehen.

Die Zusammenarbeit mit MPS spielt dabei eine wesentliche Rolle. „Wir stehen nicht alleine da”, berichtet Van Marrewijk, der als Berater für die Eingabe der Daten zur Ermittlung des ökologischen Fußabdrucks verantwortlich ist. „Lisanne von MPS hilft uns dabei, die Daten richtig zu interpretieren. Sie kennt sich mit dem Calculator aus, aber auch mit der Realität im Gartenbaubetrieb.” Laut Van Marrewijk geht es um mehr als die Eingabe der Daten: Diese müssen auch richtig gelesen und angewendet werden.

John van den Akker

Das Unternehmen schätzt es sehr, dass MPS mitdenkt und sich engagiert. „Uns wird nicht nur in technischer Hinsicht geholfen, bei MPS werden auch die Betriebsabläufe verstanden”, so Van den Akker. „Dank MPS haben wir Vertrauen in die Ergebnisse und wissen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.”

Von Costa Rica ins Angebot des Einzelhandels
Auch die Niederlassung von VDA Plant in Costa Rica soll in den Prozess einbezogen werden. „Wir leisten dort bereits viel Gutes, beispielsweise durch die Nutzung von Regenwasser und den Verzicht auf fossile Energiequellen, erklärt Van Marrewijk. „Aber man muss die Wirkung auch belegen können.“

Der HFC wird ständig weiterentwickelt, damit auch solche Szenarien in die Berechnung einfließen können. „Dass MPS auf diesem Gebiet investiert, sagt viel aus”, findet Fransen. „Sie hören auf die Praxis und die Erkenntnisse fließen in Verbesserungen des Tools ein.”

Die Einblicke, die der HFC liefert, sind vielfältig nutzbar: für die interne Steuerung, in Richtung Einzelhandel und für eine Positionierung gegenüber den Verbrauchern. „Die Menschen wollen wissen, was sie kaufen“, sagt Fransen. „Der HortiFootprint Calculator hilft uns, diese Geschichte zu erzählen, und zwar mit echten Daten.“

Lernen, wachsen und inspirieren
„Wir haben vor drei Jahren angefangen und sehen erst jetzt, wie wertvoll das für uns ist“, erläutert Van den Akker. „Wenn man wartet, bis alles perfekt ist, ist man zu spät dran. Es ist wichtig, dass wir als Branche transparent machen, was wir eigentlich tun.“

Van Marrewijk fügt hinzu: Der HortiFootprint Calculator zwingt dazu, die eigene Betriebsführung kritisch zu betrachten. Das kostet Zeit, aber es lohnt sich. Und dank MPS ist man nicht auf sich allein gestellt.“

Lisanne van den Berg

Das Team ist der Auffassung, dass eine größere Beteiligung von Gartenbaubetrieben unerlässlich ist. „Leider steht die Zahl der Teilnehmer noch nicht im richtigen Verhältnis zur Gesamtbranche“, merkt Lisanne van den Berg, Nachhaltigkeitsexpertin bei MPS an. „Wenn wir wirklich etwas bewegen wollen, muss die Gruppe größer werden. Denn erst wenn sich mehr Betriebe beteiligen, kann man aus den Ergebnissen ablesen, wie sich die ökologischen Auswirkungen des eigenen Produkts im Vergleich zu anderen einordnen lassen. So wird ein Benchmarking möglich, und das macht die Daten noch wertvoller.“

Auch für kleinere Gartenbaubetriebe muss eine Teilnahme machbar bleiben. „Wenn alles zu kompliziert aufgebaut ist, steigen sie aus“, meint Fransen. „Eine vereinfachte Version des HortiFootprint Calculators könnte helfen, auch die Kleineren mit ins Boot zu holen.“

Die Basis für eine nachhaltige Zukunft
VDA Plants ist überzeugt, dass der HortiFootprint Calculator das geeignete Instrument ist, um als Branche Verantwortung zu übernehmen. „Gerade gegenüber dem Einzelhandel und den Konsumenten ist es wichtig, offen in Bezug auf die Auswirkungen des eigenen Verhaltens zu sein“, sagt Van den Akker. „Dank des HortiFootprint Calculators können wir dies datenbasiert tun.“

Mit Transparenz, Zusammenarbeit und den richtigen Tools will VDA Plants zu einer erfolgreichen und nachhaltigen Zukunft der gesamten Branche beitragen. „Wir möchten aktiv daran mitarbeiten, dass die Branche zukunftsorientiert vorausblickt“, schließt Van den Akker. „Mit der Unterstützung von MPS und der Leistungsfähigkeit des HortiFootprint Calculators können wir das tatsächlich erreichen. MPS ist für uns ein zuverlässiger Partner, der Nachhaltigkeit zu etwas Konkretem macht.“