Um die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln zu verhindern, die große Auswirkungen auf Menschen, Tiere oder die Umwelt haben, arbeitet MPS mit einer Schwarzen Liste. Wirkstoffe, die auf der Schwarzen Liste von MPS vermerkt sind, dürfen von MPS-ABC zertifizierten Betrieben nicht eingesetzt werden. Die Schwarze Liste von MPS gilt für alle Teilnehmer, unabhängig vom Land der Teilnahme und den nationalen Bestimmungen und Gesetzen.

Die aktuelle Schwarze Liste von MPS wurde 2017 erstellt und veröffentlicht und wird ab dem zweiten Quartal, P5 2022, durch eine neue Version ersetzt werden. Ab 2022 wird MPS jährlich eine aktuelle Schwarze Liste veröffentlichen.

Bei der Zusammenstellung der Schwarzen Liste von MPS werden verschiedene Konventionen, die WHO-Listen 1a und 1b (hochgefährliche Pestizide) und die EU-Pestizid-Datenbank zugrunde gelegt. In der neuen Fassung der Schwarzen Liste von MPS wird für jeden Wirkstoff angegeben, von welcher der genannten Listen er stammt. Sind Metaboliten (Abbaustoffe) des Wirkstoffs bekannt, werden sie in der neuen Fassung der Schwarzen Liste von MPS ebenfalls aufgeführt. Durch diese Änderungen wird das Format im Vergleich zum aktuellen Dokument deutlich transparenter.

Die aktuelle Schwarze Liste von MPS umfasst 63 Wirkstoffe. 2022 wird diese Anzahl um 42 Wirkstoffe erweitert werden. Der überwiegende Teil dieser Stoffe ist in der WHO-Liste 1b und einer weiteren Liste aufgeführt. Für 31 dieser Wirkstoffe gilt, dass ihre Verwendung mit in Kraft treten der neuen Schwarzen Liste von MPS nicht länger erlaubt ist. Für die übrigen 11 Stoffe gilt eine Übergangsfrist bis P13 2022. Diese Stoffe sind in der Liste mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet.

Die neue MPS-Schwarze Liste finden Sie hier.