Muilwijk Schnittblumen ist ein relativ junger Gartenbaubetrieb. 2020 übernahm der heutige Inhaber Hendrik Muilwijk eine alte Gemüsegärtnerei in Stolwijk. Er ließ dort ein neues Tunnelgewächshaus mit einer Fläche von 4.500 m² bauen, in dem Schnitthortensien in den Farben Rosa, Weiß und Blau kultiviert werden. Im Jahr 2021 wurde Ilex verticillata dem Sortiment hinzugefügt – zwei Kulturen, die sich hervorragend ergänzen, findet Muilwijk.

„Ilex wird im November/Dezember geerntet – das schließt sich gut an die Hortensiensaison an. Dank der Kombination der beiden Kulturen kann ich mit Mitarbeitenden aus der Umgebung arbeiten, die auf Abruf für uns bereitstehen. So kann ich Qualität garantieren, denn ich kann mit Leuten arbeiten, von denen ich weiß, dass sie ihr Handwerk verstehen.“ Muilwijk hat sich bewusst dafür entschieden, als Betrieb klein zu bleiben und sich auf die Qualität der Produkte zu fokussieren.

So biologisch wie möglich
Die Konzentration auf Qualität bedeutet für Muilwijk auch, möglichst umweltfreundlich und naturnah zu arbeiten.
„Im Gewächshaus kultivieren wir die ganze Saison über so biologisch wie möglich. Nach der Reinigung mit milden Mitteln, um sicherzustellen, dass sich keine Schädlinge im Gewächshaus befinden, setze ich Nützlinge zur biologischen Schädlingsbekämpfung ein. So ist es uns in den letzten drei Jahren gelungen, fast vollständig auf chemische Mittel zu verzichten.“

Auch beim Ilex-Anbau orientiert sich Muilwijk zunehmend an möglichst biologischen Prinzipien.
„Wir haben auf eine neue Kulturmethode umgestellt. Zwischen den Reihen befinden sich Streifen, über die wir die Pflanzen für die Wurzelbehandlung jederzeit mechanisch erreichen können. Ab dieser Saison möchten wir auch die Ilex-Kultur so biologisch wie möglich gestalten. Besonders schön ist, dass ich Mitarbeitende habe, die diesen Weg mittragen. Ein Gartenbaubetrieb unserer Größe kann das schaffen. Wenn man jedoch auf vier oder fünf Hektar anbaut, wird es schon schwieriger, auf diese Weise zu arbeiten.“

Zufrieden mit MPS-Compact
Die Kwekerij Muilwijk ist MPS-A+ zertifiziert. Hendrik Muilwijk findet es zwar wichtig, die Wünsche seiner Kunden zu erfüllen, aber etwas anderes hat für ihn vielleicht noch größere Bedeutung: Er ist überzeugt, dass eine Zertifizierung notwendig ist, um einen Überblick über die eigenen Nachhaltigkeitsbemühungen zu bekommen.
„Ich finde, dass MPS-GreenerGrown noch besser zu meiner Betriebsführung passt, die darauf ausgerichtet ist, immer weniger chemische Pflanzenschutz- und Düngemittel einzusetzen. Ich gehe allerdings davon aus, dass wir noch die eine oder andere Saison brauchen werden, um dieses Niveau zu erreichen. Bis dahin arbeite ich noch mit MPS-GAP, das für eine Gärtnerei unseres Formats in mancher Hinsicht zu umständlich ist. Ich bin daher sehr froh, dass MPS auf die kleineren Gartenbaubetriebe gehört hat und nun das viel zugänglichere MPS-Compact eingeführt hat.“

„Just do it – Einfach mal machen“
Muilwijk stellt fest, dass Kollegen mit kleineren Gartenbaubetrieben oft noch nicht so motiviert sind, ihre Betriebe zertifizieren zu lassen.
„Aber wenn man gut aufgestellt ist, ist die administrative Belastung gar nicht so groß. Außerdem kann man durch die Erfassung viele Erkenntnisse gewinnen und sehen, wo man etwas verbessern kann. Als Erzeuger muss man immer auch auf das Stück Erde achten, auf dem man kultiviert. Jedem, der noch Zweifel hat, würde ich sagen: ‚Just do it – Einfach mal machen!’“