Green’05 kultiviert auf 40 Hektar abwechselnd Grün- oder Beetpflanzen, je nach Kundennachfrage. Das Unternehmen beliefert größere Einzelhandelsunternehmen und Handelshäuser, die dabei auch Anforderungen in Bezug auf die Nachhaltigkeit stellen, berichtet Kulturleiter Willem Bart Junte.

Willem Bart Junte
„Wir müssen uns einer Reihe von Herausforderungen stellen, da sind zum Beispiel die torffreie Kultur, der biologische Pflanzenschutz und die Reduzierung der eingesetzten Mittel. Und es wird auch von unseren Kunden verlangt. Für einige unserer Abnehmer müssen wir beispielsweise bis 2026 vollständig auf torffreie Substrate umstellen. Und beim Pflanzenschutz sind die Anforderungen der Kunden manchmal noch strenger als die reguläre Liste der zugelassenen Mittel.“
Nachhaltige Kultur
Grund genug für Green’05, die Kultur so nachhaltig wie möglich durchzuführen – allerdings nicht nur, weil es gefordert wird, sondern auch aus eigenem Antrieb. „Wir arbeiten weitestgehend mit biologischen Bekämpfungsmethoden, auch wenn wir manchmal noch mit chemischen Pflanzenschutzmitteln korrigierend eingreifen müssen. Hierbei setzen wir möglichst auf besonders risikoarme Mittel, die in der grünen Kategorie eingeordnet sind.“ Dabei sieht das Unternehmen allerdings noch einige Herausforderungen.
Auch im Energiebereich leistet Green’05 echte Pionierarbeit. „In unserer Hauptniederlassung haben wir ein BHKW das Energie für Wärme und Licht erzeugt. Außerdem haben wir an einigen Standorten Sonnenkollektoren, einen E-Boiler und wir nutzen Abwärme aus der Industrie.“
Einblicke in die Maßnahmen
Für mehr Transparenz der durch das Unternehmen ergriffenen Maßnahmen sorgen bei Green’05 unter anderem die Zertifizierungen MPS-A+, MPS-GAP und MPS-SQ. „Aber die Zertifizierung ist auch gut geeignet, um sich selbst einen besseren Einblick zu verschaffen. Für jeden Standort wird der Verbrauch separat erfasst, so dass wir sofort sehen können, was an den einzelnen Standorten in Bezug auf Befallsdruck durch Schädlinge und Krankheiten, den Dünge- und Pflanzenschutzmitteleinsatz und den Wasserverbrauch los ist.“
Transparenz in der Branche
Green’05 sieht auch die Kommunikation in Richtung Öffentlichkeit als eine echte Aufgabe für die Branche. „Wir müssen als Branche wirklich transparent arbeiten. Wir bemühen uns ständig, so wenig Chemie wie nötig und so viele biologische Mittel wie möglich einzusetzen – aber wir müssen das auch zeigen, damit die Nachrichten über unsere Branche positiv sind.“