KP Holland feiert in diesem Jahr sein 75-jähriges Bestehen. Mit 175 Mitarbeitenden produziert das Unternehmen drei verschiedene Kulturen an acht Standorten. Neben blühenden Zimmerpflanzen gehören auch die Züchtung und Vermehrung von Jungpflanzen dazu. Dabei streben sie bei allem, was sie tun, immer nach den höchsten Standards, so der kaufmännische Geschäftsführer von KP Holland, Pim van der Knaap.
„Wir bezeichnen das als Plant Excellence. Dabei geht es nicht nur um die Produktqualität, sondern auch um Nachhaltigkeitsinitiativen und die Beziehungen zu unseren Stakeholdern.“ Diese sind übrigens weltweit verteilt. „Unsere Stecklinge und unsere Genetik gehen in die ganze Welt. Und das Produkt, das wir hier kultivieren, ist in ganz Europa zu finden. Von der Kalanchoe, die man sozusagen in jedem Geschäft kaufen kann, bis hin zur Kurkuma in einem schönen Ziertopf für die Geschäfte mit einem luxuriöseren Angebot.“
Versnellers Sierteelt
KP Holland engagiert sich stark für Nachhaltigkeit – so ist das Unternehmen bei den „Versnellers Sierteelt“, den „Beschleunigern“ für den Zierpflanzenbau beteiligt. „Das ist eine Gruppe von Produzenten und Erzeugergemeinschaften, die daran arbeiten, die Nachhaltigkeit in der gesamten Lieferkette voranzutreiben. Dabei konzentrieren wir uns immer auf ein anderes Thema, wie Wasser, CO2 oder Arbeit.“
Auch mit MPS finden konstruktive Gespräche statt, um sicherzustellen, dass das Angebot und die Möglichkeiten auf die Ambitionen der Produzenten abgestimmt sind, berichtet Van der Knaap. Er ist deshalb mit den MPS-A-, MPS-SQ- und MPS-GAP-Zertifizierungen des Unternehmens sehr zufrieden. „Damit hat man etwas vorzuweisen. Man kann seinen Kunden zeigen, dass man auf dem richtigen Weg ist. Den Konsumenten sagt ein MPS-Zertifikat jedoch nicht besonders viel, ihnen gegenüber muss man anders kommunizieren.“
Von Anfang an nachhaltig denken
Im Unternehmen selbst ist das Thema Nachhaltigkeit ebenfalls fest verankert, erklärt Van der Knaap. „Wir haben einen Mehrjahresplan, der auf mehreren Säulen aufbaut, dazu gehört auch die Nachhaltigkeit. Für die einzelnen Abteilungen leitet sich daraus eine Jahresplanung ab, die die Grundlage für weitere Nachhaltigkeitsmaßnahmen bildet, zum Beispiel in Bezug auf das Substrat, den Einsatz von Mitteln und die Verpackungen.“
Wichtig ist dabei eine Änderung des Mindsets, davon ist Van der Knaap überzeugt. „Alle Überlegungen müssen von Anfang an auf Nachhaltigkeit aufbauen. Unsere Branche muss chemiefrei kultivieren. Wir haben uns das Jahr 2030 zum Erreichen dieses Ziels gesetzt. Also testen und forschen wir bereits – manchmal als Unternehmen, manchmal als Kollektiv, wie zum Beispiel im Projekt ‚100 % Grün kultivierte Kalanchoe‘. Das ist eine wichtige Entwicklung, die wettbewerbsübergreifend ist.
Gemeinsam für mehr Nachhaltigkeit
Abschließend unterstreicht Van der Knaap noch einmal die Bedeutung von Zusammenarbeit. „Als Produzenten bilden wir in den Niederlanden im Grunde ein Kollektiv. Dabei ist man so stark wie das schwächste Glied. Jeder sollte also dafür sorgen, nicht das schwächste Glied zu sein, und einfach damit anfangen, den Betrieb und die Produkte nachhaltiger zu gestalten. Sehen Sie es als Chance und fangen Sie an.“