Nach der Fusion im Jahr 2009 führten die Gartenbaubetriebe Dick Kooij und WP van den Berg ihre Aktivitäten unter dem Namen Gerbera United fort. Das Ziel: der fortschrittlichste Gerbera-Produktionsbetrieb zu werden. 2022 kam Gijsbert Verboom hinzu; heute produziert das Unternehmen an den niederländischen Standorten Moerkapelle, Zevenhuizen und Nootdorp auf 10,5 Hektar Gerberas. Miranda Kooij erläutert den Pioniergeist des Unternehmens.

Gerbera United vertreibt seine Blumen in verschiedenen Sorten, Formaten und Verpackungen über den Großhandel an Kunden in ganz Europa. Kooij stellt fest, dass die Nachfrage nach Zertifizierung auf dem Markt zunimmt. „Doch das ist nicht der Hauptgrund, weshalb wir zertifiziert sind. Wir möchten uns als Unternehmen von anderen abheben und zeigen, dass wir innovativ sind und gute Arbeit leisten. Idealerweise würde man sich wünschen, dass sich jeder Erzeuger dazu verpflichtet und dass auch Royal FloraHolland dies fördert.“

Vorreiter beim biologischen Pflanzenschutz
Gerbera United unternimmt verschiedene Schritte, um nachhaltiger zu werden, von der Installation von LED-Belichtung und einer Entfeuchtungsanlage bis hin zur Umstellung auf einen Elektroboiler. Auch der biologische Pflanzenschutz spielt dabei eine wichtige Rolle, erzählt Kooij. „Wir arbeiten derzeit mit Vertimec zusammen, um einen Roboter zu testen, der herumfährt, alle Pflanzen erfasst und auf unerwünschte Schädlinge überprüft. Außerdem laufen bei uns Hühner und Katzen als natürliche Schädlingsbekämpfer herum. Wir sind stets auf der Suche nach neuen Techniken. Wenn es zu neuen Entwicklungen kommt – sei es im biologischen Pflanzenschutz oder in anderen Bereichen – sind wir sehr bestrebt, diese auszuprobieren und eigene Versuche durchzuführen.“

„Kräfte bündeln“
Gerbera United ist nach MPS-ABC, MPS-SQ und MPS-GAP zertifiziert und nutzt zudem den HortiFootprint Calculator. „Wir erfassen ohnehin bereits alle Daten, daher ist die Anbindung an dieses System recht einfach. Ich würde mir allerdings wünschen, dass die verschiedenen Anbieter von Footprint-Berechnungen ihre Kräfte in diesem Bereich stärker bündeln. Derzeit ist es schwierig, den Footprint verschiedener Produzenten miteinander zu vergleichen, weil die Daten von jedem unterschiedlich erfasst werden können. So lässt sich nur schwer vergleichen, wie man im Vergleich zu anderen Erzeugern abschneidet.“

„Sorgen Sie dafür, dass es zum Standard wird“
Abschließend äußert Kooij den Wunsch, dass sich die Branche als Ganzes hinter die Zertifizierung stellt und dafür sorgt, dass sie zum Standard wird. „Vonseiten der Auktion müsste es dann heißen: Wer nicht zertifiziert ist, darf nicht liefern.“ Es ist an der Zeit, dass sich die gesamte Branche, auch die Auktion, dahinterstellt. Ich verstehe, dass eine Zertifizierung Geld kostet, aber das gilt für uns genauso. Es ist an der Zeit, dass wir als Branche einen Schritt nach vorn machen.“