Das MPS-ABC Zertifizierungsschema wurde aktualisiert. Die neue Version (V16.3) wurde vom MPS-Vorstand verabschiedet und soll am 1. Januar 2026 in Kraft treten. Obwohl bei dieser Version eine Reihe von Kriterien verändert wurde, bedeutet dies in der Regel keine Verschärfung der Anforderungen.
Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Änderungen in dieser neuen Version des Schemas.
Standard für Pflanzenschutz von 3 auf 1 (bereits aktiv)
Für den Bereich Pflanzenschutz wird es zukünftig nur noch einen anstelle von drei Standards geben. Damit soll der Anreiz beseitigt werden, in bestimmten Fällen Mittel der orangefarbenen und roten Kategorie anstelle von „grün“ kategorisierten Mitteln zu verwenden. In den letzten Jahren hat der Verbrauch von „grün“ eingestuften Mitteln zugenommen, was unter anderem darauf zurückzuführen ist, dass „orange“ und „rot“ kategorisierte Mittel immer häufiger verboten werden. Gleichzeitig enthalten neu zugelassene Mittel zunehmend Wirkstoffe der grünen Kategorie.
Starter-Status (bereits aktiv)
Erzeugerbetriebe, die mit MPS-ABC starten und den Verbrauch rechtzeitig erfassen, erhalten von nun an den S-Status (Starter-Status). Der S-Status wird anstelle des NQ-Status (Non Qualified) angewendet, mit dem bisher Erzeuger gekennzeichnet wurden, die ihren Verbrauch noch nicht lange genug erfasst haben, um eine MPS-A+, -A, -B oder -C Qualifikation erhalten zu können. Der neue Status wurde aufgrund einer entsprechenden Marktnachfrage eingeführt, damit neue Teilnehmer, die sich erfolgreich auf dem Weg zur Qualifikation befinden, von Erzeugern mit NQ-Status unterschieden werden können.
Der S-Status wird den Gartenbaubetrieben gewährt, die folgende Kriterien erfüllen:
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- Er wurde ein vollständiges MPS-Quartal (im Rahmen der Qualifikation) ordnungsgemäß erfasst (und alle Perioden seit Beginn der Teilnahme an MPS-ABC).
- Es wurden maximal 18 Perioden ab dem Startdatum der Teilnahme an MPS-ABC registriert.
Überprüfungsaudit nach Erstaudit entfällt
Innerhalb des MPS-ABC-Schemas gibt es mehrere Arten von Audits. Erzeugerbetriebe werden mindestens einmal alle drei Jahre im Rahmen eines Betriebsaudits und einer Probenahme geprüft. Das erste Audit, das ein Betrieb durchläuft, ist das sogenannte Erstaudit. Es soll überprüfen, ob der Produzent eine korrekte Erfassung durchführt und die Systematik von MPS-ABC verstanden hat. Aktuell gilt: Sinkt die Punktzahl des Produzenten im Rahmen des Audits um zehn oder mehr Punkte, findet innerhalb von 24 Wochen ein Überprüfungsaudit auf Kosten des Teilnehmers statt. Dies gilt sowohl für das Erstaudit als auch für alle weiteren Audits. In der neuen Version 16.3 gilt das Erstaudit als Lern- und Kontrollmoment, sodass aufgrund der Ergebnisse des Erstaudits kein Überprüfungsaudit mehr stattfindet.
Wildsammlung
Das Zertifizierungsschema MPS-ABC lässt unter bestimmten Voraussetzungen die „Wildsammlung” zur Zertifizierung zu. Zu diesen Voraussetzungen gehören Mengenbalance-Erfassungen und (zusätzliche) Verträge (von Grundstückseigentümern), die eine „Wildsammlung” erlauben. Da es (fast) keinen durch Menschen verursachten Verbrauch für das Wachstum dieser Produkte gibt, ist die Verbrauchserfassung gleich Null. Infolgedessen entfällt auch die Verpflichtung, eine Planung für integrierten Pflanzenschutz (IPM) aufzustellen. Somit ist der Wert der Kernaussagen des MPS-ABC-Schemas sehr begrenzt. Im Hinblick darauf und angesichts der Tatsache, dass die größten Risiken, die durch eine Wildsammlung entstehen, durch das MPS-ABC-Schema nicht berücksichtigt werden, sind Wildsammlungen nicht mehr Bestandteil des MPS-ABC-Schemas.
BI-Score entfällt
Die Konzeption und die Auswirkungen des Zuverlässigkeitsindex (BI-Score) wurden bis zum dritten Quartal 2024 in einer Testphase geprüft. Das bedeutet, dass die Höhe des BI-Scores bisher noch keine Konsequenzen für die Teilnehmer am MPS-ABC-Schema hatte. Wir haben die Ergebnisse der Testphase ausgewertet, um zu prüfen, ob dieses Vorgehen die Zuverlässigkeit der Teilnehmer korrekt widerspiegelt und ob die Konsequenzen angemessen sind.
Die Testphase des BI-Scores ist damit abgeschlossen. Das Ergebnis: Der BI-Score in seiner derzeitigen Form wird definitiv kein Bestandteil des MPS-ABC-Schemas sein. Auf Empfehlung und in Absprache mit dem Fachbeirat wurde die „Vorgehensweise Probenahme MPS-ABC“ überarbeitet, um eine risikobasierte Probenahme besser umsetzen zu können.
Möglichkeit eines zusätzlichen Audits
In den letzten Jahren hat MPS immer wieder Informationen über MPS-ABC-Teilnehmer erhalten, die sowohl die Glaubwürdigkeit als auch die Integrität von MPS und MPS-ABC gefährden könnten. Bislang hatte MPS keine Möglichkeit, aufgrund solcher Hinweise ein zusätzliches MPS-ABC-Audit durch MPS-ECAS durchführen zu lassen. Diese Möglichkeit wurde nun in die Arbeitsweise und Regularien für Unternehmensaudits aufgenommen.
Die neue Version und die dazugehörigen Dokumente von MPS-ABC (V16.3) finden Sie ab sofort auf unserer Website.
Vor über 30 Jahren begann mein Weg bei MPS mit einer Stellenanzeige in der Zeitung. Nach der Geburt meiner Tochter war ich wieder auf der Suche nach einer Arbeit und kam in die Abteilung für Dateneingabe. Damals wurden alle Daten noch manuell von Papierformularen eingegeben. Seitdem habe ich miterlebt, wie die Organisation gewachsen ist und sich verändert hat, und habe mich selbst mit ihr weiterentwickelt.Heute arbeite ich in der Abteilung Service & Support. Kein Tag ist wie der andere: Mal helfe ich einem Kunden bei Fragen zur Datenerfassung, mal denke ich bei Anforderungen der Versteigerung oder der UO mit. Gerade diese Abwechslung und der persönliche Kontakt mit Kunden machen meine Arbeit jeden Tag aufs Neue interessant.
2008 kam ich über eine Zeitarbeitsfirma als Sekretärin zu MPS. Danach war ich in verschiedenen Funktionen bei MPS und MPS-ECAS tätig, unter anderem im Serviceteam und als Planerin. 2018 verließ ich die Organisation für einige Zeit, kehrte aber 2023 als Backoffice-Mitarbeiterin zu MPS-ECAS zurück. Das Team ist einfach zu nett und die Welt des Zierpflanzenbaus so innovativ, dass es mich immer wieder dorthin zog. Kurz darauf begann ich bei MPS als Koordinatorin Niederlande.Keine Woche ist wie die andere. Montag ist mein fester Bürotag. Dann finden die meisten Besprechungen statt und wir starten gemeinsam in die Woche. Dienstags plane ich häufig Besuche ein, die etwas weiter entfernt sind. Dann bin ich den ganzen Tag unterwegs, um Zierpflanzenbaubetriebe und Handelsunternehmen zu unterstützen und zu beraten. Mittwochs und donnerstags arbeite ich von zu Hause aus oder habe Termine in der näheren Umgebung. Dann beschäftige ich mich mit E-Mails, Telefongesprächen, Akquise und anderen Aufgaben. Außerdem besuche ich regelmäßig Messen, betreue den MPS-Stand oder nehme an Veranstaltungen und Besprechungen teil. Kurz gesagt: Langweilig wird es nie.
Im letzten Jahr meines Studiums der Umweltwissenschaften kam ich für ein Praktikum zu MPS. Das Praktikum gefiel beiden Seiten so gut, dass ich anschließend bleiben konnte. Das fühlte sich wie ein ganz natürlicher Schritt an, weil ich mich hier sofort wohlfühlte und die Möglichkeit bekam, mich weiterzuentwickeln.Meine Arbeit ist sehr abwechslungsreich. Ich arbeite an verschiedenen Projekten und Produkten, führe Untersuchungen und Analysen durch und denke über praktische Lösungen mit. Außerdem betreue ich verschiedene Systeme, unterstütze Kunden bei komplexen fachlichen Fragen und arbeite mit externen Partnern zusammen. Gerade diese Kombination macht meine Arbeit interessant und sorgt dafür, dass keine Woche wie die andere ist.
Über einen Freund, der im Schülerteam von MPS arbeitete, kam ich zu MPS. Während meines Studiums der Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Marketing und Vertrieb arbeitete ich weiterhin hier und am Ende meines Studiums, im Jahr 2004, fragte mich MPS, ob ich fest angestellt werden möchte. Das erschien mir eine gute Chance und inzwischen sind mehr als zwanzig Jahre vergangen.Kein Tag ist wie der andere, und genau das macht meine Arbeit so interessant. Einen großen Teil meiner Woche verbringe ich mit Projektbesprechungen und damit, Wünsche aus der Organisation in praktische Lösungen zu übersetzen. Ein fester Termin ist der Donnerstagnachmittag, den ich gemeinsam mit einem Kollegen dafür reserviere, MPS jede Woche um 1 % besser zu machen. Wir experimentieren zum Beispiel mit KI, entwickeln Prototypen, verbessern Prozesse oder arbeiten neue Ideen aus. Das Ziel ist immer, intelligenter zu arbeiten und mehr Mehrwert für Kollegen, Kunden und die Organisation zu schaffen.